MultiBootStick unter Windows einrichten
Schon länger ist meine Firefox Bookmark-Leiste mit einem vollgestopften Ordner namens MultiBootStick bestückt, welchen ich heute endlich loswerden will. Ich habe schon seit geraumer Zeit im Internet alles mögliche zusammen gesucht, um einen USB-Stick, von dem man mehrere Systeme (also zum Beispiel Knoppix, UBCD oder gparted) booten kann, zu erstellen. Deshalb werde ich heute den Grundstein legen und euch zeigen, wie man einen USB-Stick zunächst für den Bootloader GRUB4DOS vorbereitet und bootfähig macht.
USB-Stick formatieren
Zunächst musst du deinen USB-Stick formatieren. Hierbei solltest du das FAT32- dem FAT16-Dateisystem vorziehen. Mit NTFS kommt der Bootloader überhaupt nicht klar. Ich habe den Stick mit folgenden Einstellungen formatiert:
Paket herunterladen
Damit ihr das Ganze ein wenig einfacher habt, habe ich euch mal dieses Paket zusammengestellt, in dem alle nötigen Daten für den MultiBootStick und ein paar optische Tunings für euren USB-Stick vorhanden sind. Der Bootloader hat dabei ein GRUBSplash und der USB-Stick selbst ein Icon verpasst bekommen.
Festplattennummer herausfinden
Jetzt musst du die Festplattennummer deines USB-Sticks auslesen. Dazu startest du die Kommandobefehlszeile (Windows-Taste + R → cmd → Enter) und gibst den Befehl
diskpart
ein. Um die korrekte Plattennummer rauszubekommen, gibst du dann
list disk
ein und schaust dich nach deinem USB-Stick um. In meinem Fall hat der USB-Stick die Nummer 2. Der USB-Stick ist dabei leicht an der vorhandenen Größe (knapp 4GB) erkennbar.

Bootsektor auf den USB-Stick schreiben
Nachdem du das Archiv entpackt hast, startest du die Datei grubinst_gui.exe. Dies ist eine grafische Oberfläche für die ebenfalls im Paket enthaltene Datei grubinst.exe. Mit diesem Tool schreibst du einen Bootsektor auf deinen USB-Stick. Bei dem Tool musst du oben unter Disk deinen USB-Stick angeben, welcher durch die eben herausgefundene Festplattennummer identifiziert wird. Nach dem Auswählen klickst du auf Install.

Daten auf den Stick kopieren
Danach kopierst du alle Dateien außer der grubinst.exe und der grubinst_gui.exe auf den USB-Stick. Zum besseren Verständnis erkläre einmal kurz die ganzen Dateien:
- grldr ist der GRUBLoader, also der Bootloader
- mit der menu.lst wird der GRUBLoader konfiguriert und ist Ausgangspunkt zum Hinzufügen von neuen Systemen
- multibootstick.xpm.gz ist das so genannte GRUBSplash, welches dem GRUBLoader ein Hintergrundsbild verpasst
- in der autorun.inf wird das Icon des USB-Sticks eingerichtet
- die Datei icon.ico ist dann letztendlich das Icon des USB-Sticks
Ich empfehle, alle diese Dateien zu verstecken, nachdem ihr euren MultiBootStick fertig erstellt habt. Lediglich die menu.lst könnte man sichtbar belassen, damit das Hinzufügen neuer Systeme nicht immer mit dem Einblenden versteckter Dateien verbunden ist.
Optisches Tuning
Wer die optischen Tunings des MultiBootStick selber in die Hand nehmen will, sollte sich folgende Artikel einmal anschauen:
Systeme vom USB-Stick starten
Um den Stick nun mit Leben zu befüllen, solltet ihr euch folgende Artikel anschauen, da bisher noch kein startbares System auf dem Stick vorhanden ist:
Die Liste werde ich mit der Zeit erweitern. Also schaut in nächster Zeit einfach mal wieder vorbei.
Weitere nützliche Quellen
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38 Kommentare
Super Anleitung! Werde ich mir einrichten, sobald du deine Liste erweitert hast.
Falls es irgendwie möglich ist bitte auch Acronis True Image mit aufnehmen.
P.S.
Der letzte Link ist broken.
@Tobi: Danke für den Hinweis, hab ich grad mal schnell gefixt und den memtest86+ Artikel und den VirtualBox-Artikel verlinkt (hab ich ganz vergessen zu verlinken
)
Für True Image hab ich auf die schnelle mal folgenden menu.lst-Eintrag da:
Hab ich jetzt nicht ausprobiert, wenn’s klappt, kannst du mir ja Bescheid sagen
Ich bin jetzt erstmal ab ins Bett und dann bis Sonntag offline (mit der ganzen Firma auf die Color Fantasy nach Oslo
).
Hatte mittlerweile ein wenig Zeit um alles auszuprobieren.
Ultimate Boot CD 5 und Acronis klappen.
Jedoch musste ich feststellen, dass mit Linux arge Probleme bestehen.
Hier ein sehr informativer Thread: http://www.boot-land.net/forums/index.php?showtopic=5041
Jupp genau in dem Forum bin ich auch unterwegs, um Infos zusammen zu sammeln. Und genau den Thread habe ich auch schon gebookmarked. Ein Artikel für die Ubuntu-CDs folgt bald, dafür hab ich auch schon eine Lösung. Damn Small Linux hatte ich auch schon am Laufen. Nur Knoppix bereitet wirklich große Probleme, da ist mehr Frickelarbeit nötig.
Ich bin mittlerweile auch zu der Überzeugung gekommen, dass Knoppix ohne Änderungen an der ISO bzw. ohne entpacken lauffähig ist.
Hier noch der optimale Ubuntu-Eintrag falls du ihn noch nicht hast.
title Ubuntu 10.4find --set-root /ubuntu/ubuntu-10.04-desktop-i386.iso
map /ubuntu/ubuntu-10.04-desktop-i386.iso (0xff)
map --hook
root (0xff)
kernel /casper/vmlinuz boot=casper iso-scan/filename=/ubuntu/ubuntu-10.04-desktop-i386.iso quiet splash locale=de_DE.UTF-8 --
initrd /casper/initrd.lz
boot
Den Eintrag hab ich schon
Was ich allerdings bei der neuen 10.04 blöd finde, dass man die iso nicht so booten kann, dass beim Start der Oberfläche nach Install oder Live-Modus gefragt wird (die preseed-Datei wird nicht geladen, auch nicht mit entsprechendem Eintrag).
Ja das ist schade.
Zudem stört mich auch noch etwas anderes. Parted Magic befindet sich auf der UBCD 5 und kann natürlich auch nicht gestarted werden. Über “Nested Mapping” könnte man es sicher einbinden, habe aber keine Lust mehr zu testen
Das ganze lässt sich doch viel einfacher über das programm winsetup from usb machen das programm erstellt den grub und kann bei bedarf auch windows linux etc einbinden
@ChalesLeeRay: Hmm das Programm kenne ich von hören, hab’s aber noch nie benutzt. Kannst du vielleicht mal schaun, ob du mit dem Ding z.B. auch Knoppix, Ubuntu und die UBCD starten kannst?
Ich glaube da kann man aber jeweils nur ein Betriebssystem auf den Stick laden und starten. Das geht mit UNetbootin auch.
Grub4Dos lässt sich ohne Probleme mit NTFS nutzen. Ich formatiere den Stick einfach immer vorher mit dem HP Format Tool anschließend Grub, mit dem wunderbaren Tool WinSetupFromUSB drauf installieren und alles läuft, wie es soll. Mein Stick hat inzwischen eine Größe von Knapp 8gb erreicht
.
EDIT: WinSetupFromUSB installiert auch Grub4Dos auf dem Stick. Mit dem Programm lässt sich die Ubuntu ISO direkt mit auf den Stick kopieren, inlusive der richtigen Einträge in der menu.lst .
“Ich glaube da kann man aber jeweils nur ein Betriebssystem auf den Stick laden und starten. Das geht mit UNetbootin auch.”
Das kommt ganz auf das Betriebssystem an. Ich habe z.B. XP, 7 und Ubuntu auf meinem Stick.
[...] Stick braucht: Es ist gar nicht so schwer einen Multi-Boot-Stick zu erstellen. Bei Patrick gibt es eine entsprechende Anleitung.FazitMit dem Rescue System von Avira kann man einen Computer gründlich auf Viren [...]
Sehr guter Guide, nur ich habe ein Problem mit dem Guide zum erstellen des eigenen Splash Images. Ich habe mit GIMP mein Bild auf die passende Größe gebracht und auf 14 Farben reduziert. jetzt steht da aber ich kann mit der Win Version nicht einfach als .xpm abspeichern sondern muss dieses imagemagick dazu benutzer, mit dem Programm komme ich jetzt aber gar nicht klar, wenn ich bei diesem das convert.exe tool nutzen will schließt sich das Konsolenfenster sofort wieder und ich kann nichts machen.
Hast du vielleicht einen Tipp für mich? Gibt es vielleicht ein anderes Programm das ich nutzen kann? oder geht es doch mit GIMP?
Dankeschön im Vorraus für die Antworten =)
Du kannst die convert.exe nicht einfach so aufrufen, sondern musst das über die Konsole machen.
Am Besten packst du davor das Bild und die convert.exe direkt auf deine Windows-Partition (c:).
Dann gibst du
ein und kannst dann entsprechend dem Tutorial das Bild umwandeln.
mein Fehler… Danke für den Tipp, jetzt hat es funktioniert =)
Mir stellt sich ein weiteres Problem, ich habe das Tool auf einem Win7 32-Bit und einem Win7 64-Bit getestet, in beiden Fällen wurden mir keine Auswahlmöglichkeiten im Dropdown von Devices angezeigt.
Daraufhin habe ich es mit dem Grub4DOS-Installer 1.1 probiert, deine Version ist ja die 1.0er Version. Hier wurde mir widerum beim 64-Bit System nichts angezeigt, beim 32-Bit System wurde mir nur das device [fd0] angezeigt, mein USB Stick war auf 5…
Hast du eine Idee was ich jetzt schon wieder falsch mache? ^^
Oder soll ich das Ganze einfach mal auf einer virtuellen Maschine mit XP testen?
Also für die die mit Windows7 und dem Grub Installer die selben Probleme haben wie ich, einfach rechtsklick auf die .exe Datei und dann über Eigenschaften den Kompatibilitätsmodus aktivieren. Mit Windows XP + SP3 sollte es funktionieren.
Hallo,
wisst ihr wie ich GeexBox mit den MultiBootStick zum booten bekomme?
Da müsste ich mal nachschauen, das kann aber ein paar Tage dauern…
kein Problem
sitze schom etwas an der GeexBox 1 wie 2.
Habe auch schon alternativen gesucht, aber keine gefunden
Ihr habt doch auch “Ultimate Boot CD 5″ hin bekommen.
Ich schaffe nur die 4 Version
Muss der Stick mindestens 4 GB haben oder reichen auch 2 GB? Habe hier noch einen Stick in Form eines Pinguins liegen, der 2 GB hat, würde den gerne dafür nutzen.
Das kommt immer darauf an, was du da alles raufpacken willst. Diese anleitung hier zeigt dir ja erstmal nur, wie du den USB-Stick mit GRUB austattest, das braucht nur wenige MB. Für die UBCD und memtest86+ findest du oben zwei Links. Du kannst aber auch noch diverse andere Systeme auf einen Stick packen.
So, stick formatiert, nur wird er unter list disk nicht aufgeführt.
Hmm das ist komisch, das hatte ich noch nie
Ich hasse es, Premieren zu machen
List Disk bei mir auch ohne Ergebnis. Bin über Datenträgerverwaltung in Systemsteuerung gegangen.
Patrick habe mal ne bitte habe das alles ausprobiert geht alles wunderbar DANKE nochmal für die gute beschreibung
meine bitte ist die menu.lst zum saugen freizugeben wo mehrere einträge erneuert wurden sind ????
@muckel44: Ich habe mich schon länger nicht mehr mit dem Thema auseinandergesetzt. Im Boot Land Forum findest du zahlreiche weitere Einträge für die menu.lst.
Darf ich mal SARDU in den Raum werfen. Ist vielleicht für die interessant, die nicht basteln wollen (böse, böse
). Einfach im Programm die (vorgegebenen) ISOs runterladen und nen Stick beschreiben.
@Tom: Ist genehmigt
Hi,
bin grad dabei, einen Stick mit folgenden bootfähigen Progs zu bauen:
- Acronis True Image Home 2010
- CB-Notfall-CD
- Knoppix
Und hier die Fragen:
1. die “menu.lst” wie zu beschreiben? Bis jetzt steht da nur folgendes drin: “splashimage=/multibootstick.xpm.gz”.
2. wie kriege ich besagte Progs von CD auf den Stick (Umwandlung? Format?)?
3. kann ich diesen Stick auch kopieren bzw. dürfen darauf auch ganz normale andere Dateien und Ordner liegen? Am besten wäre ja ein Stick am Schlüsselbund, der alles beinhaltet.
@Don:
Für Knoppix:
(1): Knoppix-CD einlegen oder Knoppix-ISO per Deamon-Tools mounten
(2): Verzeichnis “KNOPPIX” auf den USB-Stick kopieren
(Wichtig: NICHT umbennen!)
(3): Die beiden Dateien “minirt.gz” und “linux” aus dem Unterverzeichnis “boot\isolinux” der CD in das Verzeichnis “KNOPPIX” auf den USB-Stick kopieren
(4) menu.lst öffnen (am besten mit Notepad++) und folgendes ergänzen:
title Knoppix 6.21
kernel /KNOPPIX/linux APPEND ramdisk_size=100000 lang=en vt.default_utf8=0 apm=power-off vga=791 nomce quiet loglevel=0 nolapic_timer
initrd=/KNOPPIX/minirt.gz
Klar kann der Stick auch andere Dateien beeinhalten
Danke soweit.
Wie schaut das mit den anderen beiden erwähnten ISOs aus?
Gibt es eine “Generalanleitung”?
Die anderen beiden Titel habe ich in meinem Stick nicht integriert. Du kannst aber mal nachprüfen, ob es mit dem Programm “MultiBootIso 2.15″ funktioniert. Dieses Tool bindet diverse Betriebssysteme in die menu.lst ein.
Ansonsten – Die Computer-Bild Rescue-CD basiert wohl auf einem System nahmens “Less-Linux” – vielleicht mal in dieser Richtung weiter forschen. Eine Anleitung für Acronis habe ich glaube ich schonmal irgendwo gelesen. Einfach Nach “Acronis” und “Menu.lst” googeln.
[...] Patrick bin ich das erste mal darauf gestoßen, wie man einen MultiBootStick unter Windows einrichtet. [...]
ich hab das ganze noch ein wenig verfeinert, damit die Menüeinträge automatisch am Stick generiert werden und die Installation des Bootloaders (in meinem Fall syslinux) automatisch erfolgt:
http://www.libe.net/themen/bootable-USB-iso.php
Einige Anleitungen für die Einbindung diverser Software (z.B. Acronis Produkte) in einen Boot Stick findet man hier:
http://bootsticks.forumprofi.de/forum-anzeigen-anleitungen-f6.html